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ÖDP-Bezirksparteitag erstmals als Video-Konferenz

Viechtach. Eigentlich hätte der niederbayerische Bezirksparteitag der ÖDP am Samstag, den 21.11.2020, in Viechtach stattfinden sollen, um ein besonderes Zeichen für die Waldbahn zu setzen. Wegen der Corona-Einschränkungen wurde er ONLINE als Videokonferenz durchgeführt. Themen der Region wurden trotzdem besprochen: Die Waldbahn, der Klimaschutz, das Endlager für Atommüll und neue Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen.

Gastredner waren Dr. Wolfgang Schlüter, Vorsitzender von Go-Vit, und Teresa Raith, die Sprecherin des Viechtacher Jugendrates. Von der ÖDP im Landkreis Regen nahmen Kreisvorsitzender Peter Kirmis, Kreisvorstandsmitglied Manfred Wiktorin, Maria Wanninger und Kreisrätin Brigitte Baueregger an dem Onlinetreffen teil.

"Das hinderliche ,1000er-Kriterium´ ist zu hinterfragen", forderte Wolfgang Schlüter, der über die "Waldbahn Viechtach-Gotteszell als Vorbild für Bahnreaktivierungen in Bayern" sprach. Dass die Strecke Gotteszell-Viechtach gut angenommen werde, habe der Probebetrieb bewiesen. "Mit einem verbesserten Fahrangebot werden es mehr Bürger annehmen, das Potential wird besser erschlossen und die Kriterien werden erfüllt. Hierzu brauchen wir jedoch Zeit und keinen Zeitdruck mit der Mahnung, die Linie wird eingestellt", erklärte der Vorsitzende von Go-Vit.

Teresa Raith stellte die Arbeit des Jugendrates der Stadt Viechtach vor und kündigte weitere Initiativen für den Umwelt- und Klimaschutz an. Mehr Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen befürwortet auch Bezirksrat Urban Mangold, der sich kürzlich zusammen mit mehreren ÖDP-Kreisräten zu einem jugendpolitischen Fachgespräch mit dem Bezirksjugendring traf. Ergebnis des Treffens war, dass auch neue Formen der Jugendbeteiligung in den Kommunen entwickelt werden könnten. "Jugendbeteiligung führt zur anhaltenden Identifikation mit der Heimat und Freude am Engagement für das Gemeinwohl. Die Jugendbeteiligung von heute ist die lebendige Gemeinde von morgen", meinte der ÖDP-Bezirksrat.

Der Parteitag diskutierte auch die derzeitige Standortsuche für ein Endlager für Atommüll. Die niederbayerische ÖDP befürchtet, dass nicht nur fachliche Aspekte für den Standort ausschlaggebend sind. Jedes Gutachten müsse durch ein Gegengutachten überprüft werden."Die Standortsuche kommt 60 Jahre zu spät. Der vor allem von der CSU unterstützte Irrweg der Atomwirtschaft hätte nie begonnen werden dürfen", sagte Mangold.

Die ÖDP hat sich vorgenommen, die Ernsthaftigkeit der vielen Klimaschutz-Versprechen durch lokale Initiativen "auf die Probe zu stellen". Nicht die schnellstmögliche Rückkehr zur alten ,Vor-Corona-Wachstumsnormalität´könne das Ziel sein, sondern eine ökologisch ausgerichtete Klimaschutz- und Wirtschaftspolitik", so ÖDP-Bezirksvorsitzender Urban Mangold.

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